Welche Schraubenzieher sollten in einem Schraubenzieher Set enthalten sein?

Ein Werkzeug, welches sich in jedem professionellen wie auch Hobby-Werkzeugkoffer befindet, ist der Schraubenzieher. Mit Hilfe eines Rotationsmechanismus können Schrauben in und aus einem Werkstück gedreht werden. Die Einsatzmöglichkeiten der Schraubendreher sind so vielfältig wie die Modelle.

Den passenden Schraubendreher auswählen

Der Schraubendreher an sich setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen: dem Griff, dem Schaft und der Klingenspitze. Alle Bestandteile findet man in den unterschiedlichsten Ausführungen.

Ein harter Plastikgriff eignet sich für Mechaniker- oder Ingenieurdreher, da Öl- und Fettrückstände problemlos entfernt werden können. Softgriffe dagegen bieten eine bessere Griffigkeit. Aufgrund dessen bieten diese einen höheren Drehmoment sowie mehr Sicherheit.
Der Schaft sollte aus Chrom-Vanadium-Stahl gefertigt sein, um eine hohe Leistungs- und Widerstandsfähigkeit zu gewährleisten. Einige Schäfte sind mit einer Sechskantunterlage versehen. Bei einer höheren Drehkraft kann dort eine Mutter justiert werden. Ein hochwertiger Schaft ist besonders wichtig bei Schraubendrehern mit Schlagkraft.
Durch die Klingenspitze wird der Schraubenzieher mit der Schraube verbunden. Um die Arbeit zu erleichtern, sollte immer die passende Klingenspitze zur Schraube ausgewählt werden. Zu den am häufigsten verwendeten Klingenspitzen gehören

  • die Schlitzklingenspitze
  • die Kreuzklingenspitze
  • die Sechskantspitzen
  • die Torxspitzen
  • die Pozidrivspitzen

Kreuzschlitzschraubendreher

Bis weit in die Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein wurden Schlitzschrauben verwendet. Erst im Jahr 1936/37 wurden Schrauben mit Kreuzschlitz und die dazu gehörenden Kreuzschlitzschraubendreher entwickelt. Diese findet man in zwei Varianten: als Phillips Schraubendreher und als Pozidriv Schraubendreher.
Dieser ist das älteste System der Kreuzschlitzschraubendreher. Die kreuzförmig angeordneten Flanken sind keilförmig und verjüngen sich in einem Winkel von 45 Grad. Beim Einführen des Schraubendrehers und beim Festziehen entsteht eine Axialkraft. Diese wurde absichtlich als Drehmomentbegrenzung eingesetzt. Die Größe dieser Schraubendreher wird in Millimetern angegeben.
Pozidriv steht als Abkürzung für „positive drive“. Pozidriv Schraubendreher erkennt man an den zusätzlichen kleinen Kerben im Profil und an ihren geraden Flanken. Die Klingenspitze ist hierbei in vier in einer 45 Grad Winkel auslaufenden Spitze aufteilt. Die vier kleineren Kerben stehen zudem in einem 45 Grad Winkel zu den Hauptspitzen. Aufgrund dessen wird die Kraftübertragung erleichtert und der Schraubendreher kann nicht durchrutschen, da der pozidrive-Schraubendreher mehr Griffpunkte in der Schraube besitzt. Auch das Risiko der Beschädigung des Schraubenkopfes wird hierbei vermindert. Aufgeteilt sind diese Schraubendreher in Nummern zwischenn 0 und 4 wobei die Größe 2 am häufigsten zu finden ist. Die PH-Schraubendreher können durchaus auch für Pozidrive Schrauben verwendet werden. Sie weisen jedoch dann ein gewisses Spiel auf. Pozidriv-Schraubenzieher jedoch können nicht für Phillips Schrauben verwendet werden.

Kennzeichnung

Einige Hersteller haben eine Kennzeichnung für die PH-Schraubendreher und die PZ Schraubenzieher entwickelt. So werden die Phillips-Schraubendreher rot/gelb gekennzeichnet während die PZ-Schraubendreher grün gekennzeichnet werden.